10 Jahre Flutkatastrophe, Sachsen versiegelt weiter!

Die Flutkatastrophe 2002 in Sachsen jährt sich derzeit zum zehnten Mal. Wir haben die tragischen Ereignisse von damals alle noch vor Augen und fragen uns was hat sich seither in Sachen Schutzmaßnahmen getan.
Während der Flutkatastrophe im Sommer 2002 schienen sich alle einig. Es muss ein Umdenken im Umgang mit unserer Umwelt geben. Wir müssen im Umgang mit unseren Böden, den Flüssen und mit der Art der Energieerzeugung deutlichen Änderungen vornehmen.Seit dem 19. Jahrhundert wurden der Elbe 85 Prozent des Überschwemmungsraumes unter anderem  für Landwirtschaft und Deichbau entzogen. Nachhaltiger Hochwasserschutz ist etwas anderes. Gebt unseren Flüssen mehr Raum, das ist nachhaltiger Hochwasserschutz. Bei den derzeitigen sächsischen Hochwasserschutzkonzepten gibt es fast keine Maßnahmen zur Schaffung von Räumen zur natürlichen Rückhaltung des Wassers.
Ein weiteres Problem stellt die Flächenversiegelung Sachsens dar. Dadurch verliert der Boden seine natürliche Fähigkeit der Wasserspeicherung. Derzeit werden in Sachsen täglich 8 Hektar Fläche neu versiegelt. Dies entspricht einer Bodenversiegelung von ca. 55 Quadratmetern pro Minute. Dies ist eine erschreckende Entwicklung. Um dieser entgegen zu wirken muss unter anderem ein ausnahmsloser Versiegelungsstopp in Hochwasserentstehungsgebieten im Landesentwicklungsplan festgeschrieben werden.

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