Bequeme Gleichstellungsbeauftragte

Eine Personalie öffentlich zu verhandeln ist für unsere Stadtratsfraktion eine schwere Übung. Die Besetzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Radebeul durch Frau Wendt war für Stadtverwaltung und Stadtrat sehr bequem. Frau Wendt arbeitete fleißig, volksnah, bodenständig und gewissenhaft.
Wir vermissen allerdings, dass in unterschiedlichen Bereichen verbesserungswürdige Sachverhalte und Missstände erfasst werden und diese hartnäckig, unbequem und streitbar eingebracht werden. Dies gehört zur Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten. In Radebeul ist das besonders schwierig, da die Gleichstellungsbeauftragte nicht unabhängig ist. Sie ist zu 50% in der Stadtverwaltung und zu 50% als Gleichstellungsbeauftragte beschäftigt.
Wir wünschen uns zukünftig von Frau Wendt erkennbare Konzepte zur Verbesserung der Belange von Bürgern. Auch in Radebeul gibt es Brennpunkte und Randgruppen. Natürlich muss sich die Gleichstellungsbeauftragte, auch wenn es dafür keine Fördermittel gibt, strukturiert, hartnäckig, unbequem und streitbar einsetzen. Nur so kann zukünftig in der Stadt Radebeul mehr bewegt werden.
Eva Oehmichen Stadträtin Radebeul

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