Bielitz (LTV) verzögert Radebeuler-Flutschutz

hochwasser

Leserbrief zum Artikel „Flutschutz-Entscheidung steht an – Noch in diesem Jahr will LTV Lösung für Spundwand in Altkötzschenbroda“

Herr Bielitz von der Landestalsperrenverwaltung (LTV) vermittelt den Eindruck, dass seine Behörde nur wegen des Einspruchs einiger aufgebrachter Anwohner, die um ihre Aussicht bangen, eine zusätzliche neue Planung (hausnahe Variante) für die Deichlinie Altkötzschenbroda entwerfen musste, dass also der Flutschutz durch egoistische Bürger verzögert wird. Diese Darstellung entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Richtig ist, dass der Radebeuler Stadtrat im Januar 2011 in seltener Geschlossenheit bei nur zwei Enthaltungen erhebliche Änderungen der LTV-Planung verlangte. Der Stadtrat forderte eine Minimierung der das Landschaftsbild massiv beeinträchtigenden Spundwände (maximale Sichtbarkeit zwei statt bis zu fünf Meter). Erreicht werden sollte das durch eine durchgehende Erhöhung der Böschung, naturnahe Gestaltung und Begrünung, Verwendung von Naturstein, Prüfung einer gebäudenahen Variante und die Vorlage der entsprechenden Prüfergebnisse, Minimierung bzw. Verzicht weiterer Eingriffe vor allem im Bereich Friedenskirche/Pfarrhaus (kein Wendehammer, keine Aufweitung der Pfarrgasse). Wenn die LTV in diesem landschaftlich, touristisch und denkmalpflegerisch wertvollen Gebiet eine unsensible Planung vorlegt, offenbar auch jetzt noch darauf beharrt und nur widerwillig Alternativen vorlegt, dann sind nicht die Bürger, sondern ist die LTV für eine Verzögerung verantwortlich.

Stellungnahme der Stadt Radebeul zum Planfeststellungsverfahren

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