Ehrenamt kritisiert zurecht Integrationskonzept

Der Kreistag Meissen hat am 23.3. sein sogenanntes „Integrationskonzept“ mehrheitlich beschlossen. Die Fraktion SPD/GRÜNE/PIRATEN hat dem vorgelegten Papier aufgrund eklatanter Defizite beispielsweise bei der Einbeziehung Ehrenamtlicher, der formulierten Zielgruppe, einer nichtvollständiger Bestandsaufnahme und mangelnder Handlungsstrategien nicht zugestimmt.
Die Rede und Kritik der Fraktion wurde vom Landrat unteranderem mit dem Wort „frech“ und von Kreisräten der Fraktionen CDU, DIE LINKE und FDP/DSU (die dem Integrationskonzept mehrheitlich zustimmten) im direkten Gespräch in seinen benannten Fakten größtenteils verneint.
Am 20.04. erreichte unteranderem alle Kreisräte ein „Offener Brief“ der ehrenamtlichen Initiativen und Vereine aus Perba, Meissen, Moritzburg, Coswig, Klipphausen, Radebeul und Weinböhla, die sich seit Jahren aufopferungsvoll unteranderem bezüglich der Integration und Hilfestellungen in der Flüchlingsarbeit engagieren. Diese erstmals gemeinsame Initiative der unzähligen Ehrenamtlichen zeigt den enormen Handlungsbedarf im Landkreis, der jetzt definitiv nicht mehr zu leugnen und wegzuwischen ist.
In dem Offenen Brief analysieren die Initiativen und Vereine die derzeitigen Missstände, den Handlungsbedarf, formulieren Lösungsansätze und sehen das derzeitige Papier mit dem Titel Integrationskonzept vom Landkreis Meissen sehr kritisch.
Das Schreiben der Ehrenamtlichen gibt der geäußerten Kritik recht und macht deutlich, dass es nicht hilfreich ist Papiere ohne Einbeziehung der erfahrenen Ehrenamtlichen und damit an den Realitäten der engagierten BürgerInnen vorbei zu erstellen und in den politischen Gremien zu verabschieden. Damit der Kreis Meissen eine wirkliche und an der Realität orientierte praktikable Handlungsstrategie entwickelt müssen endlich die Ehrenamtlichen und damit die BürgerInnen in die Erarbeitung einbezogen werden!
Rede im Kreistag zum sogenannten Integrationskonzept

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