Entsetzt über vermutlichen Brandanschlag Meißner Flüchtlingsunterkunft

In Meißen hat heute Nacht ein Haus gebrannt, in der asylsuchende Menschen eine Schutz und Heimat finden sollten. Nach den bislang vorliegenden Informationen kann eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

„Ich bin entsetzt und schockiert. Ich erwarte eine schnelle Klärung der Brandursache durch die Polizei. Sollte sich die Vermutung einer vorsätzlichen Brandstiftung aus rassistischen Motiven bestätigen, hoffe ich, dass der oder die Täter schnell zur Verantwortung gezogen werden.“

„Rassistisch motivierter Hass, das Schüren von Angst vor Flüchtlingen, die pauschale Diskriminierung aller Gläubigen einzelner Religionen nehmen auch im Kreis Meißen beängstigende Formen an. Wenn man viele Kommentare in den sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook liest, bekommt man einen Eindruck davon, warum sich im Kreis Meißen viele Menschen aufgrund von dem gelebten offenen Rassismus nicht mehr ohne Angst vor die Türe trauen.“

In Meißen wurde neben vielen weiteren Seiten, die Rassismus unmoderiert eine Öffentlichkeit bieten, die Facebookseite „Initiative Heimatschutz“ erstellt. Auf dieser Seite wird nachdem sich teilweise leiser Wiederspruch gegen die rassistische Hetze geregt hatte unterdessen vollkommen widerspruchslos diskriminiert, beleidigt, menschenfeindlich gehetzt und offen zur Gewalt aufgerufen. Gestern Abend wurde auf dieser Facebookseite zu einer spontanen Zusammenkunft aufgerufen.

„Sollte sich der Verdacht weiter erhärten, dass in einem solchen Klima auch ein Brandanschlag gegen eine geplante Unterkunft für asylsuchende Menschen stattfand, wäre dies ein schrecklicher Höhepunkt der rassistischen Hetze, die in Meißen in den vergangenen Monaten stattfand. Dass offenbar Neonazis in Meißen geplant und organisiert vorgehen, um mit Mitteln von Angst und Terror die Aufnahme von Geflüchteten zu verhindern, beschämt und bedrückt mich.“

„Dem Freistaat Sachsen und dem Kreis Meißen muss spätestens jetzt bewusst sein das wir ein Naziproblem haben und darf die nun in einem Brandanschlag gipfelnde Hetze nicht mehr als Äußerungen „Besorgter Bürger“ antuen sondern muss jetzt entschlossen diesen deutlich Wiedersprechen.“

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