Falschen Schuldzuweisungen entgegentreten – Bedingungen vor Ort verbessern

Wie die Sächsische Zeitung berichtete kam es im Asylbewerberheim Radebeul am vergangenen  Montag zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung unter den Bewohnern in dessen Folge ein Mensch Lebensgefährlich verletzt wurde.

Zu den Vorgängen um das Asylbewerberheim in Radebeul erklärt der Kreissprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, Thoralf Möhlis: „Mit Bestürzung haben wir die Ereignisse im Asylbewerberheim Radebeul zur Kenntnis genommen. Die Anwendung von Gewalt um Konflikte gleich welcher Art zu lösen ist schon immer ein untaugliches Mittel und kann nur abgelehnt werden. Wir hoffen auf möglichst schnelle Aufklärung der Straftat damit wieder ein störungsfreier Alltagsablauf in das Heim einkehren kann. Die Täter müssen selbstverständlich juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Unser Mitgefühl gilt dem Opfer dem wir schnellstmögliche und beste Genesung wünschen.“

Die Grünen weisen aber auf einen weiteren Aspekt hin: ganz unerwartet kommen die Auseinandersetzungen unter Menschen die zum Teil seit über 15 Jahren unter der täglichen Gefahr abgeschoben zu werden auf engsten Raum unter mittelmäßigen bis schlechten Bedingungen de facto im Ausnahmezustand leben müssen aus Sicht der Grünen nicht.  Hier könne nur Verwaltung und Politik gefragt sein um endlich Bedingungen zu schaffen die ein stressfreies und angstloses Leben ermöglichen. Die Bündnisgrünen sehen hier vor allem die schwarz – gelbe Landesregierung in der Pflicht. Menschen die aus Kriegs – oder Krisengebieten auf der Flucht sind bedürfen Unterstützung jedweder Art – dazu gehört auch eine Menschenwürdige Unterbringung. Ansonsten sind Konflikte vorprogrammiert.  Als absolut schäbig weißt der Grünen Sprecher in diesem Zusammenhang Versuche der NPD zurück  die aktuelle Situation der Asylsuchenden dazu zu missbrauchen um eine Hetz- und Angstkampagne in der Bevölkerung zu schüren.

Martin Oehmichen von den Radebeuler Grünen kann dies nur bestätigen – „Vor Wochen schon versuchte die NPD im Zusammenhang mit einer Polizeimaßnahme die Flüchtlinge pauschal zu kriminalisieren und unterstellte diesen Asylmissbrauch. In einer Pressemitteilung zeichnete die NPD ein Bild von einem Ereignis im Asylbewerberheim was mit der Realität nichts zu tun hat.  Dies wurde uns durch eine schriftliche Stellungnahme der Polizei zu dem Vorfall eindrucksvoll bestätigt und entlarvte die Rechtsextremen als geistige Brandstifter.“ Oehmichen betonte gegenüber  der SäZ das auch das Anlass sei, die Informations- und Aufklärungsarbeit gegen rechtsextremes Gedankengut und Rassismus, welche in Radebeul unteranderem durch das überparteiliche „Bündnis Buntes Radebeul e.V.“ durchführt wird, zu unterstützen und auszubauen.

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