Heiter bis wolkig – Das Fahrradklima in Radebeul

Am 1. Februar wurden im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Ergebnisse des Fahrradklima-Test 2012 vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) vorgestellt.
Rund 80.000 RadfahrerInnen nutzten die 27 Fragen in fünf Kategorien um anhand von Schulnoten einzuschätzen, wie willkommen sie sich auf den Straßen ihrer Städte fühlen. Deutschlandweit  haben 332 Städte die notwendige Mindestzahl der Fragebögen erreicht. Damit ist der ADFC-Fahrradklima-Test weltweit die größte Untersuchung ihrer Art.In Radebeul nutzen 21,5 Prozent ihr Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltagsverkehr. Dies ist ein absoluter Spitzenwert. Als Vergleich muss man Dresden mit 16 Prozent und Leipzig mit 14,4 Prozent Fahrradanteil nennen.
In der Kategorie der Städte unter 100.000 Einwohner nahmen 252 Städte teil. Mit einem Notendurchschnitt von 3,99 landete Radebeul nur auf dem 190. Platz und damit im letzten Viertel.
Das desolate Ergebnis des Fahrradklima-Tests macht deutlich, dass die hohe Fahrradnutzung nicht auf die Fahrradfreundlichkeit Radebeuls  zurückzuführen ist.

Das Engagement der Stadt Radebeul für den Radverkehr bewerteten die RadebeulerInnen mit der Note 4,6 als mangelhaft. Angemahnt wurden unter anderem die nicht ausreichende Breite der Radwege und das damit verbundene unzureichende Sicherheitsgefühl auf den vorhandenen Radwegen. Der geringe Stellenwert des Radverkehrs wird außerdem dadurch deutlich, dass nicht gegen Falschparker und weitere Hindernisse auf den Radwegen vorgegangen wird. Hindernisse bergen für die RadfahrerInnen ein hohes Gefahrenpotential. Einzig positiv hervorheben kann man die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, welche mit einer Note von 2,78 am besten abschnitt.

Der erstklassige Radfahranteil und das viertklassige Ergebnis des Fahrradklima-Tests machten deutlich, dass sich die Stadtverwaltung und der Stadtrat aktiver für den Radverkehr einzusetzen müssen. Radebeul muss dem hohen Radfahranteil gerecht werden und auch bei der Fahrradfreundlichkeit in der ersten Liga mitspielen.

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