Hoflößnitz: Steuerverschwendung durch Größenwahn

Zu dem voraussehbaren Fakt, dass die Weingut Hoflößnitz GmbH als einer der zwei sächsische Fälle im Schwarzbuch des Bund der Steuerzahler aufgeführt wird erklärt Martin Oehmichen, Sprecher der Radebeuler GRÜNEN: „Ich bin besorgt um das Kleinod Hoflößnitz und möchte es sehr gern für die Radebeulerinnen und Radebeuler erhalten. Größenwahn und Verschwendung müssen beendet werden, und es brauchte endlich eine überlegte und nachhaltige Entwicklung.“

Die stetigen Warnungen und Hinweise sowie vorgelegten Konzepte für das Erhalten der Hoflößnitz, von Bürgerforum/Grüne, wurden in den letzten Jahren regelmäßig von einem Großteil der EntscheidungsträgerInnen in den Wind geschlagen. Oehmichen führt aus, dass das Aufführen der Hoflößnitz im Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. folgerichtig und abzusehen war.

„Wie kann es beispielsweise sein, dass der Wein der Hoflößnitz während der Bauphase nicht im nahe gelegenen Wackerbarth gekeltert wird sondern extra für die Bauphase ein Haus für das Keltern des Weins für über 150.000Euro saniert wird, ehe die endgültige Kelteranlage in Betrieb genommen wird? Oder wie kann es sein, dass vor wenigen Jahren angeschaffte oder restaurierte Materialien für das Sächsische Weinbaumuseum aufgrund falscher Lagerung nicht mehr zu retten oder gar verschwunden sind?“

Dies sind nur wenige Beispiele einer schier endlosen Liste von fragwürdigen Ausgaben für und in der Hoflößnitz, über die jetzt endlich offen diskutiert werden muss. „Schwammige und ausweichende Antworten der Geschäftsleitung, des Kuratoriums und des Vorstandes sind jetzt fehl am Platz.“ so Oehmichen abschließend.

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