Meißen: Volksverhetzung auf Facebook?

Rassistisch motivierter Hass, das Schüren von Angst vor Flüchtlingen, die pauschale Diskriminierung aller Gläubigen einzelner Religionen nehmen auch im Kreis Meißen beängstigende Formen an.
Wenn man viele Kommentare in den sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook liest, bekommt man einen Eindruck davon, warum sich im Kreis Meißen viele Menschen aufgrund von dem gelebten offenen Rassismus nicht mehr ohne Angst vor die Türe trauen.
In Meißen wurde neben vielen weiteren Seiten, die Rassismus unmoderiert eine Öffentlichkeit bieten, die Facebookseite „Initiative Heimatschutz“ erstellt. Auf dieser Seite wird nachdem sich teilweise leiser Wiederspruch gegen die rassistische Hetze geregt hatte unterdessen vollkommen widerspruchslos diskriminiert, beleidigt, menschenfeindlich gehetzt und offen zur Gewalt aufgerufen.

Verschiedenste Kommentare wie:

Facebook1„Alle schauen zu und die Demo in DD hilft uns hier nicht weiter! Es gilt jetzt und hier und ich bin dagegen das unser Landkreis weiter zugemüllt wird!!!“

dem Aufruf bewaffnete Bürgerwehren zu gründen…

Bürgerwehr„…Ich rate eine Bürgerwehr zu gründen und sich zu bewaffnen“

sowie Lügen…

Führerschein„Ni nur das.. den Führerschein bekommen die Jungs auch geschenkt…“ (gemeint sind in diesem Kommentar Asylsuchende Menschen),

dem offenen Aufruf zur Gewalt…

Feuerwehr„Gebt doch der Feuerwehr etwas Arbeit und vergesst nicht die Grillwürste mitzunehmen“
Anzünden„Jagt sie weg oder besser zündet das pack an dan kommen sie wenigstens nicht wieder“

bis hin zu der schockierenden Forderung, nach dem „vergasen“ von „Ausländern“, beängstigen. (Die Polizei ermittelt zu dem Facebookeintrag wegen Volksverhetzung gegen Bekannt)

Volksverhetzung

„Wir sind halt leider nur noch Gäste im eigenen Land… Selbst die Übergriffe im Nacht Café regen die hohen Herrschaften ni dazu an das sich was ändern muss hier… Sorry aber das kann doch ni sein früher hat man die Ausländer vergast warum macht man das mit denen ni...“

Wir müssen im Kreis Meißen ein zweites Lichtenhagen verhindern. In Rostock Lichtenhagen fing es auch mit Pöbeleien an, welche aber in einem schrecklichen Pogrom endeten.
Hierzu muss Jede und Jeder von uns dazwischentreten, wenn Menschen die Würde genommen wird. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich Rassisten und Neonazis im Kreis Meißen widerspruchslos breit machen. Der Kreis Meißen ist bunt und die Asylsuchenden gehören dazu und genießen Schutz in unserem Kreis.

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