Elblandklinik: Erleichterung über Abberufung der Vorstände

elblandkliniken_pflasterGrüne: Erleichterung über die Empfehlung für den Kreisrat zur Abberufung der Vorstände

Martin Oehmichen, Sprecher der LAG Gesundheitspolitik erklärt dazu:
„Das zerrüttete Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung der Elblandklinik macht einen Neuanfang erforderlich.
Ein wirklicher Neuanfang bedeutet auch ein Überdenken der strukturellen Entscheidungen, sowie eine bedarfsgerechte maßvolle und nicht völlig überzogene Planung.“

Bündnis 90 / Die Grünen fordern eine komplette Kehrtwende im Umgang mit den Mitarbeitern. Die Mitarbeiter haben freiwillig auf Lohn verzichtet. Sie wurden leider trotzdem bisher systematisch ausgebeutet, unter Druck gesetzt und schikaniert.

Oehmichen: “Der Personalabbau führte in einigen Bereichen zu nicht zu bewältigenden Arbeitsaufgaben. Die daraus resultierende Verschlechterung des Arbeitsklimas, der Motivation, der Qualität der medizinischen Betreuung und demzufolge die Verschlechterung des Rufes muss endlich im Interesse aller gestoppt werden!“

Für ein vorbildlich geführtes kommunales Krankenhaus

In den letzten Wochen überschlugen sich die skandalösen Meldungen über die Vorgänge in den Elblandkliniken.
Nach zahlreichen persönlichen Gesprächen mit MitarbeiterInnen, Ärztinnen, Ärzten und PatientInnen stellte sich heraus, dass seit Jahren MitarbeiterInnen systematisch ausgebeutet, unter Druck gesetzt und oft im Rechtsstreit nicht haltbaren Beschuldigungen ausgesetzt werden. Natürlich leiden darunter das Arbeitsklima, die Motivation, die Qualität der medizinischen Betreuung und demzufolge auch der Ruf.
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Dienstleistungsbereiche des Klinikums ausgegliedert. Hierfür wurden zahlreiche neue Tochtergesellschaften gegründet. Die dadurch entstandenen Konstruktionen sind nunmehr kaum noch zu durchschauen. Immer schwieriger wird es die Bilanzen nachzuvollziehen.

Aus unserer Sicht sind außerdem falsche strukturelle Entscheidungen getroffen worden. Die Investitionen besonders im Krankenhaus Riesa sind überdimensioniert und entsprechen nachweislich nicht dem Bedarf.
Wir fürchten, dass das kommunale Klinikum vorsätzlich in die Insolvenz getrieben wird und dann nur noch der Weg der Privatisierung bleibt, die schon immer Wunsch des Landkreises war. Im Jahr 2003 hatte sich die Bevölkerung durch Unterschriftensammlung gegen die Privatisierung gestellt.

Es gibt gute Gründe dafür, die noch in öffentlicher Hand befindlichen Krankenhäuser nicht zu privatisieren. Wir stehen und kämpfen dafür.

Martin Oehmichen
Sprecher Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitspolitik

Fahrrad-Stammtisch in Radebeul

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Dresden lädt am Dienstag, 9. April um 19 Uhr zu seinem Fahrrad-Stammtisch nach Radebeul ein. Der Stammtisch trifft sich jeden Monat in einer anderen Kneipe und kommt diesmal in der Schwarzen Seele in Altkötzschenbroda zusammen. Zum Stammtisch wird es unter anderem um die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests gehen, bei dem Radebeul sogar noch schlechter abgeschnitten hat als Dresden. Auch Möglichkeiten der Förderung des Radverkehrs in Radebeul werden zum Stammtisch ein Thema sein.
Neben den Mitgliedern des ADFC ist zum Stammtisch jede/jeder herzlich eingeladen, die/der gern Rad fährt oder vielleicht über eine Mitarbeit im ADFC nachdenkt. (mehr …)

Sachsenhymne: Junge Union Meißen Furcht vor BürgerInnenwille

Die Junge Union Meißen fordert die Lobpreisung „Gott segne Sachsenland“ als sächsische Hymne einzuführen. Diese Jubelouvertüre entstand 1815 zu Ehren Königs Friedrich August I. von  Sachsen auf die bekannte englische Melodie von God save the Queen. Die Forderung nach dieser Hymne lehnen die Jungen Grünen und die Jusos aus dem Kreis Meißen entschieden ab und kritisieren den Vorschlag zur Auswahl als intransparent und undemokratisch. Eine Hymne ohne gewachsene Tradition wird entgegen den Hoffnungen der JU nicht zu einer stärkeren Bindung an unsere sächsische Heimat führen.

Martin Oehmichen von den Jungen Grünen Kreis Meißen erklärt hierzu: „Transparenz und Bürgerbeteiligung sind unabdingbare Pfeiler unserer Demokratie. Die Festlegung der Jungen Union auf diese Hymne ohne die sächsischen Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen verdeutlicht das ungewöhnliche Demokratieverständnis der Jungen Union. Meine Forderung einer repräsentativen Umfrage wurde von dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Johannes Fiolka, mit dem Worten „Wenn wir die Bürger jetzt auch noch nach jeder Straßenlaterne befragen, wo soll das denn enden“ schnell abgetan. Offenbar ist der Bürgerwille für die JU unbedeutend. Wir sind hingegen der Auffassung, dass alle Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidung für oder gegen eine Hymne sowie in die Abwägung verschiedener Varianten adäquat einbezogen werden müssen. Dabei ist fraglich, ob eine solche Hymne noch zeitgemäß ist.“ (mehr …)

Neuer Lobgesang auf Sachsen?!

Die Junge Union im Kreis Meißen  hat offensichtlich vor sich einmal wieder als die Heimatpartei zu profilieren. Der Vorschlag der Jungen Union Meißen, eine Hymne für Sachsen „wiedereinzuführen“, um damit „auch zu einer stärkeren Bindung der Sachsen und Sächsinnen zu unserem Land“ beizutragen lehnen die Jungen Grünen im Kreis Meißen ab. Eine künstlich aufgezwungene noch nie da gewesene Hymne, die keinerlei gewachsene Tradition besitzt, wird niemals zu einer stärkeren Bindung zu unserem Land beitragen.

Martin Oehmichen von den Jungen Grünen erklärt: „Wir in Sachsen benötigen zur Identitätsstiftung keine Hymne. Die Bindung zu einem Land ist nicht nur Vergangenheit sondern auch Zukunft. Also nicht nur woher wir kommen sondern auch wohin wir gehen und bleiben wollen. Heimat ist, wo nicht nur Einer oder Eine Wurzeln hat, sondern auch, wo andere anwurzeln können. Viele verbinden erhebliche Emotionen mit einer Rückkehr von einer langen Reise zurück nach Sachsen oder während Ausflügen an sächsische Seen und Flüsse, in Wälder, Berge und Städte. Diese Emotionen konzentrieren sich jedoch keineswegs auf abstrakte Hymnen oder Staatsgebilde, sondern vor allem auf die Menschen, Landschaften und Städte.“ (mehr …)

Fürs gleiche Geld 80 Tage länger arbeiten

Am 21.3. findet der Equal Pay Day in Deutschland statt. Dieser Aktionstag symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus rechnerisch weiterarbeiten müssen, um das durchschnittliche Jahreseinkommen der Männer zu erreichen. Der Radebeuler „Initiativkreis Gleichstellungspolitik“ beteiligt sich an Aktionen zum Equal-Pay-Day am Dr.-Külz-Ring in Dresden und im Stadtmuseum Dresden.

Frauen werden vielerorts noch immer nur deshalb schlechter bezahlt, weil sie Frauen sind. Männer verdienen (laut statistischen Bundesamt) nicht nur rund 22 Prozent mehr als Frauen, sie erhalten auch häufiger Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Gewinnbeteiligungen und werden öfter befördert. Der EU-Durchschnitt liegt nach den jüngsten Zahlen bei 16,2 Prozent.

Für die leider immer noch bestehende Lohnlücke ist unteranderem die schlechte Bewertung von „typischen Frauenberufen“ ursächlich. Beispielhaft hierfür sind die Gesundheitsberufe, in denen ca. 80% der Beschäftigten Frauen sind. Die hohe fachliche und soziale Kompetenz spiegelt sich immer noch nicht in einer angemessenen und fairen Bezahlung wieder. Diese Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen dürfen wir nicht mehr hinnehmen. (mehr …)

Die Energiewende kommt nicht nach Radebeul!

Im Oktober 2012 ergab eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap, dass 93 % der BundesbürgerInnen den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien für „wichtig“ bis „außerordentlich wichtig“ halten. Zur öffentlichen Vorstellung der Radebeuler Energiestudie allerdings war kein einziger Mitarbeiter und keine einzige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung gekommen, so dass eine Diskussion interessierter BürgerInnen mit städtischen Vertretern ausfiel. Statt dessen äußerte sich Radebeuls OB Wendsche in der Presse. Er scheint eine krankhafte Abneigung gegen regenerative Energien zu haben, wenn er meint: „Wir dürfen nicht mit einem extra großen Schinken nach einer ganz kleinen Wurst werfen.“ Was er hier als ganz kleine Wurst herunterspielt, hat jedoch inzwischen eine ganz entscheidende Rolle im Energiemix. Denn der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch betrug 2011 bereits über 20,0 %. Erneuerbare Energien nehmen damit nach der Braunkohle (24,6 %) den zweiten Platz bei der Stromerzeugung ein. Und sind unsere Stadtwerke mit einen Anteil von 12 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen wirklich schon auf gutem Wege? Oder hinken wir vielmehr der allgemeinen Entwicklung hinterher?
Beim Thema Energiewende, das ja nicht nur Strom, sondern auch Wärmedämmung, Energieeinsparung, Nahwärmekonzepte, Klima usw. umfasst, fielen im Bundestag gerade die Worte: Totalversager, Bremser und Blockierer. Solche Vorwürfe kann man uns Radebeul eigentlich nicht machen. Denn einen Zug, der noch gar nicht losgefahren ist, kann man schließlich nicht bremsen.

Leserbrief zum Artikel SZ Radebeul, 14.03.2013: Die Energiewende kommt nach Radebeul