Das Private ist politisch. Auch in Radebeul.

„Hinter den dicken Mauern von Radebeul passiert so einiges, aber es bleibt länger verborgen als anderswo.“ Anonym
Häusliche Gewalt, Machtstrukturen in Paarbeziehungen, fragwürdige Erziehungsmethoden, die ach so „nett gemeinte“ Hand auf dem Po – dies alles ist für viele Menschen „reine Privatsache“. Spätestens seit der Frauenbewegung wissen wir: Das ist es nicht. Der Umgang mit unseren Nächsten hat Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Gesellschaft wiederum beeinflusst unsere Werte und Moralvorstellungen, unsere Möglichkeiten und unser Handeln. Wollen wir Unrecht beseitigen, sind wir als Einzelne, aber auch zusammen gefragt. (mehr …)

Verbraucherschutz

Vorstellung des Programmentwurfs auf der LDK in Chemnitz

Vorstellung des Programmentwurfs durch Martin Oehmichen auf der LDK in Chemnitz

Auf der LDK in Chemnitz wurden erstmals thematischen Programm- foren für das Bundestags-wahlprogramm durchgeführt. Mit den Programmforen sollten erste Weichenstellungen in einem einzigartigen basisdemokratischen Programmprozess, der im Juni im bundesweiten Mitgliederentscheid seinen Höhepunkt findet, durchgeführt werden.
Nach der Vorstellung des Programmentwurfs zum Schwerpunkt Verbraucherschutz durch Martin Oehmichen wurde unter anderem über die Einführung eines neuen transparenten Siegels debattiert.

Verbraucherschutz im Dornröschenschlaf

Alle Anwesenden waren sich einig, dass der Verbraucherschutz ist mit einer durchsetzungsschwachen Ministerin in einen Dornröschenschlaf verfallen ist. Bespielhaft hierfür sind ausgewählte Skandale: Dioxin in Eiern, Pferdefleisch in der Lasagne, Unfaire Energiepreise, Tricksende Banken und kurzlebige elektronische Geräte bei denen die Lebensdauer meist nur sehr kurz über die Gewährleistung hinaus reicht. (mehr …)

Gewalt gegen Frauen

Am 14. Februar diesen Jahres gingen weltweit Menschen auf die Straße: Unter dem Namen „One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich“ wandten sie sich in Protestkundgebungen, Straßentänzen, Informationsmaterial, Workshops und Plakataktionen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung der Geschlechter. Sie zeigten weltweite Solidarität: auf jedem Kontinent, in über 200 Ländern und in über 140 Städten in Deutschland. Eine Milliarde – denn so viele Frauen sind weltweit von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Jede dritte Frau erleidet in ihrem Leben eine oder mehrere Formen von Gewalt. „Die weltweit häufigste Todesursache von Frauen im Alter zwischen 16 und 44 Jahren ist häusliche Gewalt. Gewalt an Frauen fordert mehr Opfer als Krebs, Verkehrsunfälle, Malaria und Krieg zusammen. Sie findet Tag für Tag in allen Ländern, Kulturen und sozialen Schichten statt.“, so Amnesty International.

Ist Deutschland besser?

Das Problem ist keines, was wir- wie in den vergangenen Wochen in den Medien ausführlich geübt – in andere Länder verschieben können: In weit entfernten Ländern wie Indien, Tansania oder Kenia läge es auf der Hand, aber bei uns im ‚aufgeklärten modernen Industriestaat‘ Deutschland könne es so etwas nicht geben. Wie zeigt sich die Situation wirklich? (mehr …)

Neues Verständnis der Gesundheitsversorgung

Der demografische Wandel stellt unsere Gesellschaft, das Gesundheitswesen und unsere Kommunen vor große Herausforderungen. Die bisherigen Strukturen in der medizinischen Versorgung und in der Pflege bzw. in der Altenhilfe werden zur Bewältigung des steigenden Behandlungs- und Pflegebedarfs nicht ausreichen. Insbesondere in den ländlichen Regionen müssen neue Versorgungsstrukturen für die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen geschaffen werden.

Jeder Mensch möchte möglichst lange und selbstbestimmt in seiner eigenen Wohnung, in seinem bekannten Wohnumfeld wohnen. Der Wegfall von medizinischen und pflegerischen Versorgungsstrukturen stellt insbesondere die auf dem Land lebenden pflegebedürftigen Menschen vor schier unlösbare Schwierigkeiten. Die Abwanderung erwerbstätiger pflegender Angehöriger in die Städte und Ballungszentren verschärft die Situation, da die Betreuung der auf dem Land verbleibenden Menschen nur noch durch professionelle Angebote sicher gestellt werden kann. Somit bedeutet Altern im ländlichen Raum, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine verstärkte zwischenmenschliche und sozialräumliche Isolation erleben müssen. Diese Entwicklung ist nicht nur für die alternden Menschen folgenreich sondern auch für unsere Sozialsysteme. (mehr …)

Film „Come together“ am 12. Februar in Radebeul

Am 13.  und 14. Februar 1945 wurde Dresden zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Das Thema der „sinnlosen“ Zerstörung einer „unschuldigen“ Kulturstadt so kurz vor Kriegsende wurde sofort propagandistisch ausgeschlachtet. Dieser durch Goebbels begründete Mythos erwies sich auch in Zeiten des Ost-West-Konflikts als hervorragendes Mittel, um gegen den Westen zu mobilisieren. Während in den 80er Jahren die Friedensbewegung den 13. Februar nutzte, um gegen Krieg und Aufrüstung zu protestieren, wurde das Datum mit der Wende für ganz andere Gruppen interessant:

Am 13. Februar in Dresden fand in den letzten Jahren einer der größten Neonaziaufmärsche Europas statt. Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten bestimmen das Bild des Tages. Das traditionsreiche Gedenken ist zu einem Streit auf der Straße geworden, der die ganze Stadt bewegt. Vor der Silhouette der Stadt schafft der Film einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Positionen. Durch die Stimmen der Protagonisten blickt er auf die Geschichte des Gedenkens seit 1945 zurück und reflektiert gleichzeitig die aktuelle Entwicklung.

Kulturbahnhof Radebeul (Sidonienstraße 1c)
Dienstag 12. Februar 2013, 19 Uhr
mit
Claudia Jerzak, Autorin
Johannes Lichdi, MdL

Veranstalter: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

 "Come together"

Heiter bis wolkig – Das Fahrradklima in Radebeul

Am 1. Februar wurden im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Ergebnisse des Fahrradklima-Test 2012 vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) vorgestellt.
Rund 80.000 RadfahrerInnen nutzten die 27 Fragen in fünf Kategorien um anhand von Schulnoten einzuschätzen, wie willkommen sie sich auf den Straßen ihrer Städte fühlen. Deutschlandweit  haben 332 Städte die notwendige Mindestzahl der Fragebögen erreicht. Damit ist der ADFC-Fahrradklima-Test weltweit die größte Untersuchung ihrer Art. (mehr …)

Umstrittenes Meldegesetz: Radebeul muss jetzt handeln

Um den Handel mit Einwohnermeldedaten wie Adresse, Geburtstag, Konfession oder Familienstand wird auf Bundesebene derzeit heftig gestritten. GRÜNE Radebeul fordern die Stadt Radebeul auf, Meldedaten nur noch nach vorheriger schriftlicher Einwilligung der betroffenen Einwohner weiterzugeben.
Jede Gemeinde in Sachsen kann im Rahmen ihres Ermessens diesen Datenhandel sofort beenden. (mehr …)