Radebeul: Erinnern am 9. November

Dieses Jahr jährt sich die Pogromnacht des 9. Novembers zum 78. Mal. An diesem Tag griffen Deutsche Synagogen, Friedhöfe, Wohnungen und Geschäfte ihrer eigenen Nachbarn an.

„In der Pogromnacht am 9. November 1938 brannten überall in Deutschland Synagogen und viele Menschen verloren ihr Leben. Das Datum stellt den Beginn der systematischen Verfolgung und Vernichtung von Millionen europäischer Juden durch die Nationalsozialisten dar. Ihnen wurde an diesem Tag und in der Folge unfassbares Leid angetan, welches uns auch heute noch fassungslos macht.“ erklärt Stadtrat Martin Oehmichen.

„Dieser Tag ist uns seither Warnung und Mahnung und darf daher unter keinen Umständen in Vergessenheit geraten.“ so Oehmichen und ergänzt:
„Gerade angesichts des erschreckenden Anstiegs rechter Gewalttaten in den letzten Jahren ist es wichtig, möglichst umfassend deutlich zu machen, wohin Rassismus und Antisemitismus dieses Land schon einmal geführt haben. Staat und Zivilgesellschaft müssen immer wieder bekräftigen: Nie wieder!“

Am 9. November lädt um 13:30 Uhr die Arbeitsgruppe „Gedenken am 27. Januar“ und die Initiatoren der Stolpersteine in Radebeul gemeinsam mit Schülern des Lößnitzgymnasiums Radebeul zur Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen der Familie Freund und Uri auf der Moritzburger Strasse 1 ein. Die Schüler des „Lößnitzgynasium Radebeul“ werden das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus und das Putzen der Stolpersteine gestalten.

„Es braucht, eine Erinnerungskultur, die alle Generationen erreichen will. Aus diesem Grund sind dankbar dafür, dass sich jetzt Menschen verschiedensten Alters und verschiedenster Initiativen am 9. November in Radebeul gemeinsam gegen das Vergessen engagierten,“ so Stadtrat Heinz- Jürgen Thiessen abschließend.

Am Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus werden die Stadträte Eva Oehmichen, Heinz-Jürgen Thiessen, Martin Oehmichen so wie weitere Mitglieder von Bürgerforum/GRÜNE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN teilnehmen.

 

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