Radebeul: Hetze gegen Flüchtlinge entgegentreten

Radebeul.350Nach der Gruppe FTL/360 in Freital hat sich in Radebeul die Gruppe Radebeul.350 gegründet.
Die Gründung wurde Anfang des Jahres von den Nationalisten vom Netzwerk „Ein Prozent für unser Land“ veröffentlicht. Hinter diesem Netzwerk stecken bekannte Namen aus der sogenannten Neuen Rechten wie Götz Kubitschek, Jürgen Elsässer, Hans-Thomas Tillschneider und Vertreter der Identitären Bewegung.

Ein Prozent“ inszeniert sich auf ihrer Homepage als von ihnen so bezeichnete „Graswurzelorganisation“, deren inhaltlicher Schwerpunkt die angebliche „Flüchtlingsinvasion oder auch Asylkatastrophe“ ist. Sie wollen die „Auflösung der Rechtsordnung und der Staatlichkeit Deutschlands“ durch eine „aufgezwungene Willkommenskultur“ und „die Lügen der Politik und Medien“ verhindern.

Gestern hat vermutlich diese Radebeuler Gruppe erneut eine weitere sogenannte „Aktion“ in Radebeul durchgeführt. Vor der Lutherkirche Radebeul an der seit Monaten das klare Bekenntnis „Christus spricht: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Matthäus 25,35“ angebracht und gelebt wird, wurde von der neuen rassistischen und nationalistischen Gruppe Radebeul.350 ein Plakat mit der Aufschrift „Jesus folgen heißt nicht,.. praktizierende Mörder aufzunehmen!!! Nizza Paris Würzburg Brüssel???“ aufgehängt. Unter diesem Plakat wurde zusätzlich der Umriss eines Menschens auf den Fußweg aufgesprüht.
Mit der tatkräftigen Unterstützung junger Radebeuler Pfadfinder habe ich gestern diesen menschenverachtenden populistischen Schwachsinn entfernt. Wir werden in Radebeul weiter wachsam sein!

Lasst uns alle gemeinsam für eine offene, tolerante und menschenfreundliche Gesellschaft einstehen und beispielsweise durch Bildung und Aufklärung und gelebte Toleranz aktiv gegen nationalistische, rassistische und menschenverachtende Hetze vorgehen.

Link zum Bericht der Sächsischen Zeitung

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