Stigmatisierung und Ausgrenzung – so nicht OB Wendsche

Kriege, Verfolgung, Vertreibung und Klimaveränderungen zwingen viele Menschen zur Flucht. Tausende sterben Jahr für Jahr bei dem Versuch, die Küsten Europas zu erreichen. Die derzeitige Abschottungspolitik und Beförderung von Vorurteilen sowie Ressentiments auch hier in Radebeul lehnen wir entschieden ab und fordern eine menschenrechtsorientierte Flüchtlingspolitik.

Die staatliche Ausgrenzung von Asylsuchenden wie in Radebeul durch die Unterbringung in einer maroden Sammelunterkunft, durch Arbeitsverbote, die Residenzpflicht und die Diskriminierung durch entwürdigende Sachleistungen stigmatisieren die Betroffenen und leisten rassistischen Vorurteilen Vorschub. Das Oberbürgermeister Wendsche im Interview mit der Sächsischen Zeitung erschreckenderweise davon spricht, dass Asylsuchende nicht in der Nähe von Schulen oder Jugendclubs untergebracht werden sollen, befördert  eine rassistisch aufgeladenen Debatte auf dem Rücken von Flüchtlingen. Sie dient in keiner Weise der Verständigung, sondern fördert die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen.

Sehr geehrter Herr Wendsche, das Problem sind nicht die Asylsuchenden sondern die Probleme heißen Vorurteile, Stigmatisierung und Ausgrenzung!

Martin Oehmichen                                                   Gabriele Schirmer
Sprecher                                                                          Fraktionsvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen Radebeul                             Bürgerforum/Grüne

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