Bürgerbeteiligung in Radebeul unerwünscht

Dass die Stadtverwaltung öffentliche Diskussionsabende als unglücklich empfindet scheint Methode zu haben. Man sieht zum Beispiel am Gebäudeverkauf Weinbergstraße 48, Verkehrslösung Meissnerstrasse und der Grundschule Oberlößnitz, dass die BürgerInnen eine Beteiligung und Einbeziehung an Entscheidungen fordern. Dies ist ihr gutes Recht, welches ihnen jedoch nur minimalst eingeräumt wird.BürgerInnen müssen auch unabhängig von Wahlen an wichtigen Entscheidungen beteiligt werden. Die Stadtverwaltung und alle Parteien sollten die Mitbestimmung nicht als Angriff sondern als Chance betrachten. Die Kultur der Beteiligung ist ein gutes Mittel gegen Politikverdrossenheit. Politik hat die Aufgabe Betroffenen zu Beteiligten zu machen. Mitbestimmung stärkt unsere Demokratie und spart am Ende Zeit und Geld.
Durch Offenheit und Transparenz von Beginn an, wird den BürgerInnen ermöglicht, sich an der bestmöglichen Umsetzung durch Diskussionen und Überlegungen zu beteiligen. Damit können viele potentielle Protestpunkte im Vorfeld ausgeräumt werden. Die offene Diskussion, die Flexibilität eigene Ideen und Vorstellungen zu überdenken führt bei Entscheidungsträgern unweigerlich zu besseren Lösungen. Ohne BürgerInnenbeteiligung sind EntscheidungsträgerInnen in subjektiven Wahrnehmungen und eigenen Denkmustern gefangen. Schon eine offene diskursive Erörterung ist teilweise ausreichend, da ein Austausch von reinen Sachargumenten zu einem für alle Beteiligten tragfähigen Kompromiss führen kann. Hierzu ist es unabdingbar, die BürgerInnen in allen Planungsstufen auf Augenhöhe einzubeziehen und dies schon bei der Ermittlung von Bedarfen.
Eine Nichtbeteiligung von Bürgern führt unweigerlich zu einer hohen Frustration, da sie in Entscheidungen die ihren unmittelbaren Lebensraum  oder Alltag betreffen nicht einbezogen werden. Diese Frustration schlägt sich meist in einem hohen Widerstandspotential nieder.

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